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Von der CAD-Konstruktion zur additiven Fertigung

Da im Modul 11 (CAD) über zwei Jahre Fertigkeiten in der Konstruktion mit einer CAD- Software entwickelt wurden, dachten wir uns, die bereits von uns erstellten 3D-Modelle einer Zahnradpumpe maßstabsgetreu additiv fertigen zu lassen. Auf diese Idee kamen wir, da wir uns sehr für 3D-Druck interessieren und selbst stolze Besitzer zweier 3D-Drucker sind.
Da die Modelle schon im Voraus konstruiert wurden, konnte man direkt mit dem für den Druck benötigten Slicing beginnen. Hierfür wurde die kostenlose Open-Source-Slicing-Engine „Cura“ von Ultimaker genutzt. Durch das Slicen wird das Modell in mehrere Schichten geschnitten (eng. slice) und die Parameter in einen G-Code übersetzt. Um das Modell in Cura einsetzen zu können, haben wir die PRT-Datei von NX zunächst zur einer STL-Datei konvertiert.
Da wir ein 1:1 Maßstab als Ziel hatten, wurden die größeren Teile auf einem Drucker mit größerem Druckbett von TwoTrees Sapphire Plus gedruckt. Das Innenleben und Kleinteile wie z.B. Zahnräder und Welle wurden auf dem kleineren Creality Ender 3 V2 gedruckt. Es wurden Filamente mit PLA und TPU in verschiedenen Farben gedruckt.

Dieses Projekt dauerte mit zwei Druckern ca. 96h. Wobei das größte Teil allein 28h beanspruchte.
Vorteil des 3D-Drucks sind hierbei ganz klar die einfache Fertigung von komplexen Bauteilen, sowie die (bei Bedarf) teilweise hohlen Körper, welche eine leichte Bauweise ermöglichen.

Marc Schmidt und Daniel Flemmer, FSTAUD20